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Mittwoch, 15. September 2021

Rezension: Vampir allein zu Haus - Lynsay Sands


 

Titel: Vampir allein zu Haus
Autor: Lynsay Sands
Erscheinungstermin: 30.09.2020
Seitenzahl: 290 Seiten
 
Persönliche Wertung: 5/5 Bücherwürmer
 

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Klappentext:

Schön ist es, ein Vampir zu sein ... Seit dem dramatischen Tod ihrer Freundin hat Allie deren kleinen Sohn Liam in ihrer Obhut und ist auf der Flucht vor abtrünnigen Vampiren. Was das Ganze noch komplizierter macht: Liam ist unsterblich und benötigt Blut zum Überleben. Allie versorgt ihn daher mit ihrem eigenen. Doch je älter der Junge wird, desto mehr Blut braucht er. Mehr als Allie geben könnte. Da scheint der Einbruch in die Blutbank eine gute Idee - bis sie auf frischer Tat ertappt wird und sowohl die Abtrünnigen als auch ihre Jäger auf sie aufmerksam werden. Für Allie stellen alle Unsterblichen eine Bedrohung dar, aber als sie auf Magnus trifft, steht ihre Welt auf einmal kopf ... "Die Geschichte über diese unsterbliche Liebe macht die Fans definitiv glücklich!" LIBRARY JOURNAL Band 30 der erfolgreichen Vampirserie um die liebenswerte Argeneau-Familie 

Kurzzusammenfassung:

Magnus fliegt über den großen Teich um seine potentielle Lebensgefährtin Allie kennen zu lernen. Als er ankommt, erfährt er dass sie bei einem Einbruch in die Blutbank ohnmächtig geworden ist. Denn Allie hat ein Geheimnis. Seit dem Tod ihrer Freundin hat sie deren Sohn Liam in ihrer Obhut. Doch Liam ist ein Vampir und benötigt Blut. Außerdem sind beide ständig auf der Flucht vor bösen Vampiren. Gerade rechtzeitig kann Magnus einen weiteren Angriff verhindern und gemeinsam mit den Anderen Allie davon überzeugen, dass es auch Unsterbliche gibt, die gut sind. Allie erfährt, was sie tun muss um Liam richtig großzuziehen. Doch ein Problem bleibt! Wird Liam Allie kontrollieren, wenn er älter wird? Und muss ihn deshalb jemand Anderes großziehen? Um das zu verhindern, entschließt sie sich dazu, Magnus zu heiraten und sich wandeln zu lassen. Doch mit ihren Gefühlen hat Allie dabei nicht gerechnet und dann tauchen auch noch Liams leiblicher Vater und dessen Erzeuger auf.

Meine Meinung:

Ein typischer Roman der Reihe. Ich bin immer wieder fasziniert, welche Wege sich die Autorin einfallen lässt um die Lebensgefährten zu vereinen. Bei jetzt schon 30 Romanen hat man ja fast alles schon gehabt. Aber dies war wieder einmal eine komplett neue Idee. Mehr als das was Allie tut, kann auch eine leibliche Mutter nicht für ihr Kind tun. Sie gibt ihm soviel von ihrem Blut, dass es für sie schon gefährlich wird. Zuletzt entschließt sich sich zum Stehlen von Blutkonserven. Wegen des Kindes zu heiraten, kommt ja immer wieder vor, gewinnt aber hier durch den Entschluss zur Wandlung eine ganz neue Dimension. Das Ende ist vorhersehbar, aber das erwarte ich auch bei einem Liebesroman. Kurz vor Schluss gibt es aber noch einige unvorhersehbar Komplikationen. Wer die Vampir-Romane von Lynsay Sands liebt, wird auch diesen lieben. Und auch wer bisher noch keinen der Romane gelesen hat, kann mit diesem einsteigen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Ein super Wohlfühl-Roman.

Liebe Grüße Christin

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Rezension: Lehrerin einer neuen Zeit - Laura Baldini


 
Titel: Lehrerin einer neuen Zeit
Autor: Laura Baldini
Erscheinungstermin: 10.08.2020
Seitenzahl: 242 Seiten
 
Persönliche Wertung: 4/5 Bücherwürmer
 
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Klappentext:

Die Ausnahmepädagogin, die ihr Leben den Kindern widmete
Rom, 1896. Die junge Maria Montessori ist erschüttert, als sie den vermeintlich schwachsinnigen Kindern in der Psychiatrie begegnet: Gespenstische Stille herrscht in dem nackten Raum, und sie blickt in todtraurige Gesichter. Als Maria darauf besteht, den Kindern Spielzeug zu geben, erwachen sie zum Leben. Die Klinikärzte können nicht fassen, welche Verwandlung sich vor ihren Augen abspielt. Für Maria ist es einer ihrer größten Glücksmomente und der Beginn einer beispiellosen pädagogischen Karriere. Bald jedoch stellt die Liebe zu einem Kollegen sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens.

Kurzzusammenfassung:

Maria Montessori ist eine der ersten jungen Frauen, die es in Italien durchsetzt Medizin zu studieren. Sie wird nicht nur ständig diskriminiert und herabgewürdigt, sondern muss ihr Studium auch unter erschwerten Bedingungen absolvieren. Ein Besuch der Kinderabteilung der Psychiatrie während eines Praktikums gibt ihrem Tun eine ganz neue Richtung. Verstört durch den Anblick der teilnahmslosen Kinder und entgegen des Rates der Kollegen besteht sie darauf, den Kindern Spielzeug zu geben. Die Entwicklung ist fantastisch. Die Kinder blühen auf, sind wissbegierig. Es ist sogar möglich, einige soweit zu fördern, dass sie an den allgemeinen Schulabschlussprüfungen mit Erfolg teilnehmen können. Für ihre pädagogischen Erfolge erntet sie von Kollegen aber auch der Frauenrechtsbewegung großes Lob. Doch Erfolg ist nicht alles und gerade auch viele männliche Kollegen sind neidisch oder versuchen sich über sie hinwegzusetzen. Und noch etwas führt zu Problemen und Marias schwerster Entscheidung - eine Frau hat nur eine Möglichkeit, entweder Familie oder Beruf.

Meine Meinung:

Ein Buch über eine starke Frau, die mit ihrem Einfühlungsvermögen eine heute noch angewandte Erziehungsmethode geschaffen hat. Sie hat auch gezeigt, dass man jedes Kind fördern kann. Es ist aber auch ein Buch das zeigt, seit wie kurzer Zeit erst sich die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft verändert hat. Heute ist es für uns selbstverständlich, dass Frauen Familie, Kinder und Beruf nebeneinander haben. Sie musste dafür kämpfen und hat einen hohen Preis bezahlt. Außerdem zeigt es, dass auch heute dieser Kampf noch nicht vorbei ist, denn einige der geschilderten Probleme kann man auch heute noch erleben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich an einigen Stellen, vor allem zum Ende hin, die Handlungsweise von Maria, ihrer Familie und den anderen Personen nicht ganz nachvollziehen konnte. Das ist aber wahrscheinlich, der Zeit geschuldet, in der die Personen leben. Auch sehr interessant fand ich die Schilderung der Entwicklung der Montessori-Methode. 

Liebe Grüße Christin

Mittwoch, 25. November 2020

Rezension: Die unglaubliche Reise der Großmutter Maru auf ihrem himmelblauen Fahrrad


Titel: Die unglaubliche Reise der Großmutter Maru auf ihrem himmelblauen Fahrrad
Autor: Gabri Rodénas
Erscheinungstermin: 31.08.2020
Seitenzahl: 124 Seiten

Persönliche Wertung: 4/5 Bücherwürmer
 
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Klappentext:

Doña Maru, eine rüstige alte Dame von neunzig Jahren, führt ein friedliches Leben am Rand von Oaxaca, Mexiko. Wenn sie dem Waisenhaus einen Besuch abstattet, hat sie stets ihre unverwechselbaren Karamellkekse dabei und schenkt den elternlosen Kindern nicht nur diese Süßigkeiten, die für sie selbst einmal eine besondere Bedeutung hatten, sondern auch ihr Lächeln und das Licht der Hoffnung. Maru hat niemals lesen und schreiben gelernt, doch sie ist unendlich weise.

Als sie eines Tages zu ihrer großen Überraschung erfährt, dass sie einen Enkel hat, der in Veracruz lebt, beschließt sie, auf ihr himmelblaues Fahrrad zu steigen – ihren wertvollsten Besitz – und den jungen Mann zu suchen. 

Die Fahrt von Oaxaca nach Veracruz ist für die alte Frau eine Weltreise. Doña Maru hat nur eine vage Ahnung, wo genau sie hinmuss, und macht sich nicht allzu viele Sorgen wegen möglicher Gefahren. Sie glaubt fest daran, dass sich immer ein Mensch mit einem guten Herzen findet, der einem weiterhilft. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise von einer Küste Mexikos zur anderen, auf der Großmutter Maru vielen Menschen begegnet, die nicht nur ihre Karamellkekse gern entgegennehmen, sondern auch ihren Rat und ihren erhellenden Blick auf die Dinge ... 

Kurzzusammenfassung:

Als Doña Maru erfährt, dass sie einen Enkel hat, beschließt sie ihr bisheriges Leben aufzugeben, schwingt sich auf ihr himmelblaues Fahrrad und versucht ihn zu finden. Sie weiß nicht, wo sie ihn finden wird, ist aber der festen Überzeugung, dass sie ihr Ziel erreicht. Dabei trifft sie die unterschiedlichsten Personen, hat für jeden gute Ratschläge und weise Ansichten, und jede Begegnung führt sie auf ein weiteres Stück Weg, dass sie schließlich an ihr Ziel führt.

Meine Meinung: 

Es kann nicht jeder so leben wie Doña Maru, aber jeder kann sich aus diesem Buch heraus nehmen, was er an sich verändern möchte. Sei es die Toleranz und den Respekt gegenüber Anderen und ihrer Lebensweise. Oder eine veränderte Sicht auf die eigenen Probleme. Natürlich kann man in Echt nicht erwarten, dass sich alles zum Guten wendet, wenn man nur nett zu allen Anderen ist. Dafür ist es ja ein Roman. Aber es ist schön, in einer schwierigen Zeit so einen leichten Roman zu lesen.

Liebe Grüße Christin

Rezension: Alte Sorten - Ewald Arenz


Titel: Alte Sorten
Autor: Ewald Arenz
Erscheinungstermin: 21.07.2020
Seitenzahl: 190 Seiten

#dumontbuchverlag #NetGalleyDE

Persönliche Wertung: 5/5 Bücherwürmer
 
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Klappentext:

Sally und Liss: zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sally, kurz vor dem Abitur, will einfach in Ruhe gelassen werden. Sie hasst so ziemlich alles: Angebote, Vorschriften, Regeln, Erwachsene. Fragen hasst sie am meisten, vor allem die nach ihrem Aussehen.

Liss ist eine starke, verschlossene Frau, die die Arbeiten, die auf ihrem Hof anfallen, problemlos zu meistern scheint. Schon beim ersten Gespräch der beiden stellt Sally fest, dass Liss anders ist als andere Erwachsene. Kein heimliches Mustern, kein voreiliges Urteilen, keine misstrauischen Fragen. Liss bietet ihr an, bei ihr auf dem Hof zu übernachten. Aus einer Nacht werden Wochen. Für Sally ist die ältere Frau ein Rätsel. Was ist das für eine, die nie über sich spricht, die das Haus, in dem die frühere Anwesenheit anderer noch deutlich zu spüren ist, allein bewohnt? Während sie gemeinsam Bäume auszeichnen, Kartoffeln ernten und Liss die alten Birnensorten in ihrem Obstgarten beschreibt, deren Geschmack Sally so liebt, kommen sich die beiden Frauen näher. Und erfahren nach und nach von den Verletzungen, die ihnen zugefügt wurden … 

Kurzzusammenfassung:

Als Sally Liss trifft und ihr hilft, bietet diese ihr eine Übernachtungsgelegenheit an. Aus einer Nacht werden mehrere Wochen in denen die junge Sally und Liss nebeneinander leben, miteinander schweigen und arbeiten. Keine von beiden stellt irgendwelche Ansprüche an die Andere, stellt neugierige Fragen oder möchte den anderen verformen. Doch schließlich tauchen Sallys Eltern auf, um sie zurückzuholen und längst vergangene Geschehnisse aus Liss Vergangenheit werden hervorgeholt und zum Vorwurf gemacht.

Meine Meinung:

Beeindruckend - war das erste Wort was mir in den Sinn kam, nachdem ich dieses Buch ausgelesen hatte. Der Autor erzählt mit leisen und sensiblen Worten eine wunderbare Geschichte über zwei beeindruckende Frauen, die ihr Leben unabhängig von den Erwartungen anderer leben wollen. Dabei bleiben die Probleme der Beiden fast bis zum Schluß außen vor. Entscheidend ist das Hier und Jetzt. Beide wollen sich nicht von Außen bestimmen lassen. Und durch diese Übereinstimmung in ihren Ansichten kommen sich die beiden näher. So nahe, dass schließlich auch die Geschichten und Probleme geteilt werden. Trotz der Probleme die beide Frauen mitbringen, konstruiert der Autor hier aber kein Drama. Vielmehr geht es um die Sensibilisierung der Erwartungen Anderer und das Vermeiden von voreiligen Verurteilungen. Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen.

Liebe Grüße Christin

Donnerstag, 5. November 2020

Rezension "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" Carola Dunn


 
Titel: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis
Autor: Carola Dunn
Seitenzahl: 228 Seiten

Persönliche Wertung: 4/5 Bücherwürmer
 
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"Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" ist der erste Band der Miss Daisy-Reihe. Der Roman wurde 1994 erstveröffentlicht. Mittlerweile gibt es 11 Bände in Deutsch sowie insgesamt 23 in der gesamten Reihe.

Autorin der Reihe ist Carola Dunn. Sie ist eine britisch-amerikanische Schriftstellerin, die hauptsächlich historische Cosy-Crime und Regency-Romane schreibt. Ich habe bisher nur die Miss Daisy-Reihe von ihr gelesen.  

Klappentext:

Miss Daisy ermittelt England in den wilden zwanziger Jahren: Nach dem Tod ihres Vaters fasst Daisy Dalrymple, an Luxus gewöhnt, einen eigenwilligen Entschluss: Sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen und als Journalistin arbeiten. Eigentlich soll sie für ihren ersten Auftrag einen Artikel über Wentwater Court schreiben, das idyllisch gelegene Gut des gleichnamigen Grafen und seiner Frau. Aber der schöne Schein trügt: Auf dem zugefrorenen See wird eine Leiche gefunden. Zusammen mit dem attraktiven Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard nimmt Miss Daisy die Ermittlungen auf.

Kurzzusammenfassung

Miss Daisy ist eine junge Adelige, die als Journalistin arbeitet. Die Gründe dafür erfährt man erst nach und nach in der Geschichte. Ihr erster richtig großer Auftrag führt sie nach Wentwater Court, wo sie einen Artikel über das Gut und die Familie des gleichnamigen Grafen schreiben soll.

Als sie auf dem Gut eintrifft, ist dort nicht nur der Graf mit seiner jungen Frau, seinen Kindern und seiner Schwester nebst Gatten anwesend, sondern auch ein Jugendfreund von Daisy mit seiner Schwester,  sowie noch ein Freund der Familie. Aufgrund der niedrigen Temperaturen vergnügt sich die Jugend beim Schlittschuhlaufen auf dem See des Anwesens.

Daisy wird herzlich willkommen geheißen und beginnt auch gleich mit ihrer Arbeit. Sie schießt erste Fotos für den Artikel und wird von der jungen Frau des Lords willkommen geheißen und herumgeführt. Sie erfährt erste Anekdoten, die sich für den Artikel eignen und beginnt mit dem Schreiben.

Beim abendlichen geselligen Beisammensein werden erste Risse in der ländlichen Idylle sichtbar. Die Kinder des Grafen sind nicht mit der neuen und sehr jungen Ehefrau und der Wiederverheiratung des Vaters einverstanden, tragen aber auch Zwistigkeiten untereinander aus. Die junge Ehefrau ist noch unsicher in ihrer neuen Position. Der Freund der Familie, Lord Stephen Astwick, ist keineswegs das was er zu sein scheint, sondern entpuppt sich recht schnell als zwielichtiger Charakter, der zudem der Ehefrau des Grafen nachstellt.

Daisy selbst sieht sich der Kritik ihres Jugendfreundes ausgesetzt, weil sie als Adlige ihr Einkommen selber verdienen möchte und nicht als verarmte Verwandtschaft von ihrer Mutter oder dem Erben ihres Vaters abhängig sein möchte.

Als am nächsten Morgen Lord Stephen tot im Eis liegt, glaubt zunächst jeder an einen Unfall. Trotzdem muss die Polizei eingeschaltet werden. Der Hausherr und sein Schwager beschließen Scotland Yard zu benachrichtigen, woraufhin Chief Inspector Fletcher beauftragt wird, den Fall zu untersuchen. Auch er geht von einem Unfall aus, zumal der örtliche Allgemeinmediziner versichert hat, dass die Todesursache Ertrinken war.

Leider verdichten sich schon bald die Hinweise, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Und Motive gibt es auch genug.

Meine Meinung:

Locker und leicht kommt der Roman daher. Die Fäden entwirren sich nach und nach in logischer Reihenfolge und auch die beginnende Romanze hat mich in ihren Bann gezogen. Durch ihren Status als Adlige hat Daisy trotz ihrer Tätigkeit einen ganz anderen Stand in diesen Kreisen und einen besseren Zugang zu den "Verdächtigen" als der Inspektor. Dadurch erfährt sie einige Sachen mehr als dieser und kann in gewissen Umfang Einfluss ausüben. Die Auflösung hatte zwar hinsichtlich der Person keine großen Überraschungen zu bieten, aber das Motiv und das Ende dagegen sehr. Das der "Mörder" davonkommt, wird zwar nachvollziehbar begründet, ist aber trotz allem unglaubwürdig.

Wer Krimis wie Agatha Christies mit Miss Marple liebt, kommt an Miss Daisy nicht vorbei.

Mittwoch, 4. November 2020

Rezension: Ein weißer Schwan in Tabernacle Street

 
 
Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Ich habe mich super darüber gefreut, weil es eine meiner Lieblingsreihen ist. 

Titel: Ein weißer Schwan in Tabernacle Street
Autor: Ben Aaronovitch
Seitenzahl: 315 Seiten
Erscheinungstermin: 23.10.2020
 

#EinweißerSchwaninTabernacleStreet #NetGalleyDE

 
Persönliche Wertung: 5/5 Bücherwürmer
 
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Klappentext:
Meine Kurzzusammenfassung:
 
Peter ist nach den Ereignissen am Ende des 7. Bandes suspendiert und auf der Suche nach einem neuen Job. Dabei landet er bei der Serious Cybernetics Corporation und soll dort für die Sicherheit sorgen. Doch prombt holt ihn die Magie ein und alte Fälle werden wieder aktuell. Es geht um die erste Rechenmaschine und Künstliche Intelligenz. Und dann geschehen seltsame Dinge und Gegenstände reagieren auf eigentümliche Weise. Nur gut das Peter das Zaubern nicht vernachlässigt hat. Aber nicht nur beruflich geht Peter neue Wege. Auch privat betritt er zusammen mit seiner Göttin ganz neues Terrain.
 
Meine Meinung:

Der 8. Band der Flüsse-von-London-Reihe um den "Zauberlehrling" und Polizisten Peter Grant stand schon auf meiner Wunschliste als das Buch in Englisch herauskam. Nun konnte ich es dank NetGalley und des Verlages gleich nach dem Erscheinungstermin lesen.

Nach den Ereignissen aus Band 7 war alles andere als klar, wie es mit Peter weitergeht. Dass sich privat einiges ändert war ziemlich sicher. Aber die berufliche Perspektive sah nicht so rosig aus. Ich spoiler jetzt mal nicht, um anderen nicht die Freude am Lesen zu nehmen. Der Anfang las sich etwas zäh. Gerade das Vorstellungsgespräch, was doch einigen Raum einnahm, war etwas anstrengend zu lesen. Auch die Perspektivwechsel und Rückblicke fand ich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nachdem die Ereignisse dann ins Rollen gekommen waren, konnte ich das Buch wie alle anderen dieser Reihe nicht weglegen. Die Leselust hatte mich wieder gepackt. Die Hinweise machten auf einmal Sinn und reihten sich schlüssig aneinander. Und auch der hintergründige Humor, der mich schon in Band 1 begeistert hatte, war wieder vorhanden. Gleichzeitig mit der "Merkwürdigkeit" kam auch die ermittlungstechnische Seite nicht zu kurz. Trotz der kleineren Anfangsschwierigkeiten bekommt das Buch deshalb von mir volle Punktzahl.

Jedem der Krimis mit einer Großen Prise Fantasy mag, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Für einige Stellen und Zusammenhänge wäre es aber günstiger zunächst die vorhergehenden Bände zu lesen.

Liebe Grüße Christin

Mittwoch, 16. September 2020

Rezension: Der Gemüseflüsterer von Mainhattan


Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür.

Titel: Der Gemüseflüsterer von Mainhattan
Autor: Leo Heller
Seitenzahl: 174 Seiten
Erscheinungstermin: 08.07.2020
 
 
Persönliche Wertung: 3/5 Bücherwürmer
 
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 Klappentext:

Der durchgeknallte Frankfurter Detektiv Jürgen McBride wird beauftragt, ein geheimes Kochrezept zu finden. Dieses keltische Gericht verspricht fünfzig Jahre lang Jugend und Schönheit. Die Suche führt McBride in die Abgründe eines esoterisch gestimmten Frankfurts. Dabei bekommt er es mit einem sprechenden Blumenkohl, einem exekutierten Ernährungscoach und zwei eiskalten Mafiakillern zu tun. Aber das sind alles nur Peanuts für einen harten Kerl wie McBride.

Meine Kurzzusammenfassung:

Eigentlich hatte sich der Auftrag gar nicht so schwierig angehört. Alle 50 Jahre taucht ein Gericht auf, das drei Menschen fünfzig Jahre lang Jugend und Schönheit verspricht. Aber dann läuft alles aus dem Ruder. Als der Detektiv Jürgen McBride seine ersten Ergebnisse der Ermittlungen mit seinem Auftraggeber bespricht, wird vor seinen Augen sein ehemaliger Lateinlehrer erschossen. McBride spricht mit einem Blumenkohl, hat mit seinem geliebten Auto einen unerklärlichen Unfall und wird der Vergewaltigung angeklagt. Außerdem wirft jemand seine Freundin aus dem Fenster seiner Wohnung. Und das alles wegen eines Rezeptes. Schließlich gelingt es ihm, das Rezept aufzutreiben, doch ein durchgeknallter Ernährungscoach stiehlt es ihm. Nur durch tatkräftige Mithilfe einer Straßenbahn kann er es wieder an sich nehmen und seinen unbekannten Auftraggebern zukommen lassen.

Meine Meinung:

Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, war das Buch angenehm zu lesen. Auch die ganzen esoterischen und sonstigen Ansätze sind etwas gewöhnungsbedürftig. Für die Geschichte an sich hätte es die Gespräche mit dem Auto, den Blumenkohl oder auch die "magische" Steuerung des Unfalls nicht benötigt. Die Ermittlungsarbeit des Detektivs ist zwar unorthodox, aber schlüssig nachvollziehbar und führt ihn im Ergebnis ans Ziel. Abgesehen von den oben erwähnten Punkten ist es eine runde Kriminalgeschichte.

Bis zur nächten Rezension

Liebe Grüße Christin

Donnerstag, 10. September 2020

Rezension: Auszeit bei den Abendrots

 
 
Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür.

Titel: Auszeit bei den Abendrots
Autor: Alexandra Holenstein
Seitenzahl: 367
Erscheinungstermin: 27.05.2020

 

#AuszeitbeidenAbendrots #NetGalleyDE

 
Persönliche Wertung: 4/5 Bücherwürmer
 
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Klappentext:

Wenn die Auszeit Nathalie heißt – nach „Das Heinrich-Problem“ Alexandra Holensteins nächster Frauenroman mit funkelndem Humor. Sowas kann doch nicht mir passieren, denkt Helene Abendrot. Aber ihr Mann Josef hat sie tatsächlich einfach an einer Autobahnraststätte sitzenlassen. Er bräuchte eine Eheauszeit, sagt er. Blöd nur, dass Josefs Auszeit Nathalie heißt und seine Assistenzärztin ist. Helene ist sauer! Doch dann wagt sie, endlich all das zu unternehmen, wozu nur Josef nie Lust hatte. Sie bricht auf in die Provence und Toskana, lernt neue Leute kennen und tut Dinge, die sie selbst überraschen. Helenes Welt wird auf einmal ziemlich aufregend. Will sie da die Liebe in der Ehe noch einmal entdecken? „Unterhaltsam und witzig.“ Tina 

Meine Kurzzusammenfassung:

Als Josef an der Autobahnraststätte mitsamt seinen Gepäck aus dem Auto steigt und verschwindet, versteht Helene die Welt nicht mehr. Trotzdem beschließt sie den Urlaub fortzusetzen. Als sie wieder zu Hause ist, stellt sich die Frage wie das Leben ohne Mann weitergehen soll. Mit dem Rat einer Freundin, beschließt Helene drei Dinge zu tun, die sie schon immer einmal tun wollte, aber wegen ihrer Ehe und des gerade abhanden gekommenen Ehemannes nie getan hat. Sie erlebt aufregende Sachen, lernt neue Leute kennen und erfährt auch den Grund für Josefs Ehe-Auszeit. Dieser heißt nämlich Nathalie und ist Josefs Assistenzärztin. Als sich Nathalie schließlich von Josef trennt, hat dieser, neben seiner wieder entdeckten Liebe, noch einen weiteren Grund wieder zu Helene zurück zu kehren. Nach einiger Überredung lässt sich Helene auf einen zweiten Versuch ein, allerdings unter verschiedenen Bedingungen. Und dann steht Nathalie eines Tages wieder vor der Tür, zusammen mit dem Sohn der beiden.

Meine Meinung:

Das Thema ist jetzt nicht neu und auch der Schluss ist vorhersehbar, das macht aber das Buch nicht schlecht. Es liest sich sehr gut und flüssig. Die Charaktere sind schön dargestellt und auch die Nebenfiguren sind nachvollziehbar und bringen die Geschichte vorwärts. Nathalie bleibt, trotz ihrer doch großen Rolle bei der Trennung, eine Randfigur und die Geschichte wird vor allem von Helene und an zweiter Stelle von Josef getragen. Der leichte Note an Humor ist genau richtig und zieht das Thema nicht ins Lächerliche. Den Epilog fand ich jetzt etwas zu dick aufgetragen, aber sonst gibt es wenig Kritikpunkte. Ich würde das Buch als Frauenunterhaltung jederzeit weiter empfehlen, aber mit dem Hinweis, das es halt nur ein Buch ist.

Bis zur nächsten Rezension.

Liebe Grüße Christin

Mittwoch, 2. September 2020

Rezension: Die Tinktur des Todes - Ambrose Parry


Dieses Buch wurde mir vom Verlag vorab zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür.

Titel: Die Tinktur des Todes
Autor: Ambrose Parry
Seitenzahl: 367
Erscheinungstermin: 31.08.2020

Persönliche Wertung: 5/5 Bücherwürmer

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"Eine gute Geschichte sollte nicht mit einer toten Dirne beginnen - dafür bitte ich um Verzeihung -, schließlich handelt es sich nicht um ein Thema, mit dem achtbare Menschen sich gern zu befassen pflegen."
Schon allein dieser erste Satz fängt die ganze Atmospähre des Buches ein.

Klappentext
1847: Eine brutale Mordserie an jungen Frauen erschüttert Edinburgh. Alle Opfer sind auf dieselbe grausame Weise gestorben. Zur gleichen Zeit tritt der Medizinstudent Will Raven seine Stelle bei dem brillanten und renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson an, in dessen Haus regelmäßig bahnbrechende Experimente mit neu entdeckten Betäubungsmitteln stattfinden. Hier trifft Will auf das wissbegierige Hausmädchen Sarah, die jedoch einen großen Bogen um ihn macht und sofort erkennt, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Beide haben ganz persönliche Motive, die Morde aufklären zu wollen. Ihre Ermittlungen führen sie in die dunkelsten Ecken von Edinburghs Unterwelt und nur, wenn es ihnen gelingt, ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, haben sie eine Chance, lebend wieder herauszufinden.

Meine Kurzzusammenfassung:
Ein Medizinstudent mit einem schwarzen Fleck auf der Weste und einem Geheimnis das keiner wissen darf, tritt seine neue Stelle bei einem renommierten Geburtshelfer an. Dort werden regelmäßig neue Betäubungsmittel getestet. Das Hausmädchen Sarah darf in der Praxis des Arztes mithelfen und betrachtet den Neuzugang sehr kritisch. Während dessen tauchen in London immer wieder tote Frauen auf. Will Raven, der junge Medizinstudent, wird durch persönliche Gründe und seine Vergangenheit in den Fall verstrickt. Gemeinsam mit dem Hausmädchen Sarah stellt er weitere Ermittlungen an. Diese führen beide schließlich zu Jemandem, mit dem sie gar nicht gerechnet haben. Am Ende wird auch noch der Arbeitgeber der beiden und renommierter Geburtshelfer Dr. Simpson in die Angelegenheit verwickelt. Der Täter erhält seine Strafe, aber die Polizei darf nichts davon erfahren.

Meine Meinung:
Eigentlich lese ich nicht so viele Bücher und erst recht nicht Krimis mit historischem Hintergrund. Aber als ich dieses Buch gesehen und danach den Klappentext gelesen habe, musste ich es unbedingt lesen. Ich freue mich, dass ich es bereits vorab lesen durfte. Obwohl der Schreibstil und auch der Anfang des Romans altertümlich anmuten, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Schreibweise unterstreicht wunderbar die Atmosphäre des Buches. Man kann dadurch sehr gut in das damalige London eintauchen. Auch die Darstellung der Lebensumstände aus mehreren Perspektiven (Medizinstudent, Hausmädchen, Arzt) sind so gut gelungen, dass trotz mehrere Erzählerwechsel kein Bruch entsteht und die Geschichte nahtlos weitererzählt wird. Das Ende hat mich zwar überrascht, aber es war schon vorher klar, dass der Fall nicht von der Polizei aufgelöst werden wird.
Dieses Buch kann ich jedem Krimifan und auch solchen die es nicht sind, empfehlen. Ich werde es auch sicher noch ein weiteres Mal lesen.

Bis zur nächsten Rezension.
 
Liebe Grüße
Christin

Montag, 20. Juli 2020

Rezension: Schneewittchen und die sieben Särge - Jürgen Seibold


Titel: Schneewittchen und die sieben Särge
Autor: Jürgen Seibold
Seitenzahl: 175
Erscheinungstermin: 06.07.2020

Persönliche Wertung: 4/5 Bücherwürmer

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Ein Krimi der nicht ganz ernsten Art - wie sich aus dem Titel schon entnehmen lässt.

Klappentext:
Robert Mondrian hat keine Lust mehr, Attentäter zu jagen und Staatsfeinde mit bloßen Händen aus dem Verkehr zu ziehen. Deswegen hat er Deutschlands geheimstem Geheimdienst den Rücken gekehrt, sich zur Ruhe gesetzt und eine Buchhandlung gekauft. Doch dann wird ausgerechnet seine Traumfrau des Mordes beschuldigt: Feinkosthändlerin Sonja soll einen ihrer Lieferanten mit einem Apfel vergiftet haben. Um den wahren Märchenmörder zu finden, der nach der Schneewittchen-Tat schon sein nächstes Opfer sucht, das er in den Backofen schubsen oder mit einer Spindel in den ewigen Schlaf schicken kann, wendet Robert gemeinsam mit seinem schusseligen Gehilfenteam seine Fähigkeiten aus Agentenzeiten wieder an …

Kleine Inhaltsangabe aus meiner Sicht:
Hinter dem Laden der Feinkost- und Obsthändlerin wird einer ihrer Lieferanten tot aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass er mithilfe eines seltenen Apfels vergiftet wurde. Natürlich ist die Feinkosthändlerin Hauptverdächtige bei den Ermittlungen. Ihr Nachbar, der Buchhändler, der ein Auge auf sie geworfen hat, hütet derweil ein anderes Geheimnis. Er war ehemals Mitglied des geheimsten Geheimdienstes Deutschlands und hat sich dort zur Ruhe gesetzt. Er hofft, dass die Ermittlungen nicht so weit gehen seine Vergangenheit aufzudecken, doch für die große Liebe geht er dieses Risiko ein und ermittelt auf eigene Faust. Schon bald kommt es zu Überfällen und Einbrüchen, die sich nicht erklären lassen. Doch schließlich kann der Fall aufgeklärt und alle Fäden entwirrt werden. Am Ende passt alles zusammen.

Meine Meinung:
Dieser Krimi ließt sich locker und leicht. Zu Anfang scheint es, als hätte man zu viele Handlungsstränge und einige der Ermittlungen sind etwas weit hergeholt und haben auf den ersten Blick nichts mit dem toten Lieferanten zu tun. Aber schließlich finden sich die Ermittlungsstränge zusammen und lassen sich schlüssig auflösen. Ich fand es ein wenig unglaubwürdig, dass noch einige der Passwörter des ehemaligen Geheimdienstlers nicht gesperrt waren und das der zuständige Komissar über einige Sachen hinweg gesehen hat. Das schmälert aber den Lesegenuss nicht. Wer gerne leichte Krimis liest, ist hier gut aufgehoben.

Bis zur nächsten Rezension wünsche ich euch viel Spass beim Lesen.

Liebe Grüße Christin