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Donnerstag, 5. November 2020

Rezension "Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" Carola Dunn


 
Titel: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis
Autor: Carola Dunn
Seitenzahl: 228 Seiten

Persönliche Wertung: 4/5 Bücherwürmer
 
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"Miss Daisy und der Tote auf dem Eis" ist der erste Band der Miss Daisy-Reihe. Der Roman wurde 1994 erstveröffentlicht. Mittlerweile gibt es 11 Bände in Deutsch sowie insgesamt 23 in der gesamten Reihe.

Autorin der Reihe ist Carola Dunn. Sie ist eine britisch-amerikanische Schriftstellerin, die hauptsächlich historische Cosy-Crime und Regency-Romane schreibt. Ich habe bisher nur die Miss Daisy-Reihe von ihr gelesen.  

Klappentext:

Miss Daisy ermittelt England in den wilden zwanziger Jahren: Nach dem Tod ihres Vaters fasst Daisy Dalrymple, an Luxus gewöhnt, einen eigenwilligen Entschluss: Sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen und als Journalistin arbeiten. Eigentlich soll sie für ihren ersten Auftrag einen Artikel über Wentwater Court schreiben, das idyllisch gelegene Gut des gleichnamigen Grafen und seiner Frau. Aber der schöne Schein trügt: Auf dem zugefrorenen See wird eine Leiche gefunden. Zusammen mit dem attraktiven Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard nimmt Miss Daisy die Ermittlungen auf.

Kurzzusammenfassung

Miss Daisy ist eine junge Adelige, die als Journalistin arbeitet. Die Gründe dafür erfährt man erst nach und nach in der Geschichte. Ihr erster richtig großer Auftrag führt sie nach Wentwater Court, wo sie einen Artikel über das Gut und die Familie des gleichnamigen Grafen schreiben soll.

Als sie auf dem Gut eintrifft, ist dort nicht nur der Graf mit seiner jungen Frau, seinen Kindern und seiner Schwester nebst Gatten anwesend, sondern auch ein Jugendfreund von Daisy mit seiner Schwester,  sowie noch ein Freund der Familie. Aufgrund der niedrigen Temperaturen vergnügt sich die Jugend beim Schlittschuhlaufen auf dem See des Anwesens.

Daisy wird herzlich willkommen geheißen und beginnt auch gleich mit ihrer Arbeit. Sie schießt erste Fotos für den Artikel und wird von der jungen Frau des Lords willkommen geheißen und herumgeführt. Sie erfährt erste Anekdoten, die sich für den Artikel eignen und beginnt mit dem Schreiben.

Beim abendlichen geselligen Beisammensein werden erste Risse in der ländlichen Idylle sichtbar. Die Kinder des Grafen sind nicht mit der neuen und sehr jungen Ehefrau und der Wiederverheiratung des Vaters einverstanden, tragen aber auch Zwistigkeiten untereinander aus. Die junge Ehefrau ist noch unsicher in ihrer neuen Position. Der Freund der Familie, Lord Stephen Astwick, ist keineswegs das was er zu sein scheint, sondern entpuppt sich recht schnell als zwielichtiger Charakter, der zudem der Ehefrau des Grafen nachstellt.

Daisy selbst sieht sich der Kritik ihres Jugendfreundes ausgesetzt, weil sie als Adlige ihr Einkommen selber verdienen möchte und nicht als verarmte Verwandtschaft von ihrer Mutter oder dem Erben ihres Vaters abhängig sein möchte.

Als am nächsten Morgen Lord Stephen tot im Eis liegt, glaubt zunächst jeder an einen Unfall. Trotzdem muss die Polizei eingeschaltet werden. Der Hausherr und sein Schwager beschließen Scotland Yard zu benachrichtigen, woraufhin Chief Inspector Fletcher beauftragt wird, den Fall zu untersuchen. Auch er geht von einem Unfall aus, zumal der örtliche Allgemeinmediziner versichert hat, dass die Todesursache Ertrinken war.

Leider verdichten sich schon bald die Hinweise, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Und Motive gibt es auch genug.

Meine Meinung:

Locker und leicht kommt der Roman daher. Die Fäden entwirren sich nach und nach in logischer Reihenfolge und auch die beginnende Romanze hat mich in ihren Bann gezogen. Durch ihren Status als Adlige hat Daisy trotz ihrer Tätigkeit einen ganz anderen Stand in diesen Kreisen und einen besseren Zugang zu den "Verdächtigen" als der Inspektor. Dadurch erfährt sie einige Sachen mehr als dieser und kann in gewissen Umfang Einfluss ausüben. Die Auflösung hatte zwar hinsichtlich der Person keine großen Überraschungen zu bieten, aber das Motiv und das Ende dagegen sehr. Das der "Mörder" davonkommt, wird zwar nachvollziehbar begründet, ist aber trotz allem unglaubwürdig.

Wer Krimis wie Agatha Christies mit Miss Marple liebt, kommt an Miss Daisy nicht vorbei.

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