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Donnerstag, 10. Dezember 2020

Rezension: Lehrerin einer neuen Zeit - Laura Baldini


 
Titel: Lehrerin einer neuen Zeit
Autor: Laura Baldini
Erscheinungstermin: 10.08.2020
Seitenzahl: 242 Seiten
 
Persönliche Wertung: 4/5 Bücherwürmer
 
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Klappentext:

Die Ausnahmepädagogin, die ihr Leben den Kindern widmete
Rom, 1896. Die junge Maria Montessori ist erschüttert, als sie den vermeintlich schwachsinnigen Kindern in der Psychiatrie begegnet: Gespenstische Stille herrscht in dem nackten Raum, und sie blickt in todtraurige Gesichter. Als Maria darauf besteht, den Kindern Spielzeug zu geben, erwachen sie zum Leben. Die Klinikärzte können nicht fassen, welche Verwandlung sich vor ihren Augen abspielt. Für Maria ist es einer ihrer größten Glücksmomente und der Beginn einer beispiellosen pädagogischen Karriere. Bald jedoch stellt die Liebe zu einem Kollegen sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens.

Kurzzusammenfassung:

Maria Montessori ist eine der ersten jungen Frauen, die es in Italien durchsetzt Medizin zu studieren. Sie wird nicht nur ständig diskriminiert und herabgewürdigt, sondern muss ihr Studium auch unter erschwerten Bedingungen absolvieren. Ein Besuch der Kinderabteilung der Psychiatrie während eines Praktikums gibt ihrem Tun eine ganz neue Richtung. Verstört durch den Anblick der teilnahmslosen Kinder und entgegen des Rates der Kollegen besteht sie darauf, den Kindern Spielzeug zu geben. Die Entwicklung ist fantastisch. Die Kinder blühen auf, sind wissbegierig. Es ist sogar möglich, einige soweit zu fördern, dass sie an den allgemeinen Schulabschlussprüfungen mit Erfolg teilnehmen können. Für ihre pädagogischen Erfolge erntet sie von Kollegen aber auch der Frauenrechtsbewegung großes Lob. Doch Erfolg ist nicht alles und gerade auch viele männliche Kollegen sind neidisch oder versuchen sich über sie hinwegzusetzen. Und noch etwas führt zu Problemen und Marias schwerster Entscheidung - eine Frau hat nur eine Möglichkeit, entweder Familie oder Beruf.

Meine Meinung:

Ein Buch über eine starke Frau, die mit ihrem Einfühlungsvermögen eine heute noch angewandte Erziehungsmethode geschaffen hat. Sie hat auch gezeigt, dass man jedes Kind fördern kann. Es ist aber auch ein Buch das zeigt, seit wie kurzer Zeit erst sich die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft verändert hat. Heute ist es für uns selbstverständlich, dass Frauen Familie, Kinder und Beruf nebeneinander haben. Sie musste dafür kämpfen und hat einen hohen Preis bezahlt. Außerdem zeigt es, dass auch heute dieser Kampf noch nicht vorbei ist, denn einige der geschilderten Probleme kann man auch heute noch erleben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich an einigen Stellen, vor allem zum Ende hin, die Handlungsweise von Maria, ihrer Familie und den anderen Personen nicht ganz nachvollziehen konnte. Das ist aber wahrscheinlich, der Zeit geschuldet, in der die Personen leben. Auch sehr interessant fand ich die Schilderung der Entwicklung der Montessori-Methode. 

Liebe Grüße Christin

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