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Leseplanung 2022

Montag, 24. Januar 2022

Montagsfrage 24.01.2022 - Autorenverhältnis


In dieser Woche geht es bei Sophia einmal um die Autoren und dazu hat sie diese Frage:

Wie sieht es bei Euch mit dem Geschlechterverhältnis unter den gelesenen AutorInnen aus? 

Ich persönlich führe keine Statistik, ob meine Autoren männlich, weiblich oder divers sind. Es interessiert mich einfach nicht. Ich suche die Bücher nach dem Inhalt aus und nicht nach seinem Autor. Ich weiß, dass die meisten meiner Lieblingsautoren Frauen sind. Das liegt aber in erster Linie daran, dass Frauen sich mehr auf die Beziehungsebene einlassen und das das für mich schöner zu lesen ist, aber Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. 

Ob es mehr Autoren oder Autorinnen gibt, hängt sicherlich auch vom Genre ab. Bei Krimis und Thriller vermute ich, dass es mehr Autoren gibt. Allerdings gibt es auch hier z.B. die Cosy Crimes, die mehr von Frauen geschrieben werden. Bei Fantasy hält es sich meiner Erfahrung nach die Waage, wobei ich hier mehr Autorinnen kenne. Science Fiction wird wieder mehr von Männern geschrieben. Auch bei der Perry Rhodan Serie schreiben mehr Autoren wie Autorinnen mit. Das technische liegt den Männern meist mehr. Romantasy und Liebesromane sind dagegen eine Frauendomäne. Aber ich denke, da erzähle ich euch nichts Neues. 

Ich halte auch nicht viel von Quoten. Egal ob in der Arbeits- oder der Autorenwelt kann man ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis nicht erzwingen. Gerade im Zeitalter der Künstlernamen und Pseudonyme kann man manchmal nicht erkennen, wer welchen Roman geschrieben hat. Und Qualität setzt sich am Ende durch, wie zahlreiche Frauennamen auf den Bestsellerlisten beweisen. Man sieht ja in anderen Bereichen, was passiert, wenn man Gleichberechtigung zu erzwingen versucht. Dadurch erhält man nicht zwangsläufig Qualität, sondern kann sogar das Gegenteil erreichen.

Ich hab jetzt noch mal meine Leseliste von letztem Jahr durchgesehen und die Männer sind eindeutig in der Minderheit. Aber das stellt nur meine persönlichen Lesevorlieben dar. Jeder ist ja frei in dem was er liest.

Ich freue mich auf die nächste Montagsfrage und auf eure Antworten.

Liebe Grüße 

Christin

1 Kommentar:

  1. Hey Christin,

    ich glaube auch, dass man mit einer festgesetzten Quote nicht weit kommen wird. Man muss da einfach den persönlichen Lesevorlieben folgen und ich denke auch, dass sich Qualität im Zeitalter von Selfpublishing, in dem ja jeder unabhängig von der Unterstützung eines Verlags ein Buch veröffentlichen kann, am Ende durchsetzt (wenn man auch feststellen muss, dass Frauen es noch immer schwerer haben, gerade in bestimmten Genres)!

    Liebe Grüße
    Sophia

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